Chronik 
Einige Rückblicke aus den vergangenen Jahren. Hier sollen die monatlichen Gruppentreffen mit besonderen Gästen und die sonstigen bemerkenswerten Aktivitäten der Gruppe genannt werden.
Der komplette Text der zum 10-jährigen Jubiläum im Mai 2010 erschienenen Chronik kann hier heruntergeladen werden: Text (pdf, DIN A4, ca. 10 MB); (Umschlag, DIN A4, pdf, ca. 1 MB).
Die nachfolgende Übersicht entspricht bis April 2010 weitgehend der gedruckten Fassung zum 10-jährigen Jubiläum.
6. April 2000: An diesem Tag traf sich die Selbsthilfegruppe erstmals.
Anwesend waren sieben Personen. Vorangegangen war die Planung, Suche nach Räumlichkeiten und Erstellung eines Faltblatts usw. durch Christa Braun, Reiner Hofmann, Thomas Holz und Friedrich Rauhut. Diese vier Personen bildeten auch das erste SprecherInnenteam, das die Gruppe nach außen vertrat.
Seitdem traf man sich regelmäßig zum Gruppentreffen am ersten Donnerstag im Monat, in der Regel im Gemeinderaum Neustädter Kirchenplatz 7. Die Zahl der Anwesenden schwankte dabei zwischen zwei (bei Gewitterregen, August 2000) und über zwanzig (dann wurde es schon etwas eng). Die Gruppe hatte das Glück, dass von Anfang an eine von der Stadt Erlangen zur Verfügung gestellte Funkmikrofon-Anlage die Kommunikation in der Gruppe (und auch die Gesprächsdisziplin) erleichterte.
Christa Braun hat beim Festgottesdienst am 2. Mai 2010 anläßlich des zehnjährigen Bestehens unserer Gruppe ihren persönlichen Eindruck von der Gründung der Gruppe gegeben (vollständiger Text, pdf).

18. März 2001: Die Selbsthilfegruppe unternimmt erstmals einen gemeinsamen Ausflug.
Das Gruppentagebuch vermerkt dazu: Der Ausflug ging auf das Walberla zur Walburga (Essen bein Nagenast in Schlaifhausen).
2. August 2001: Die Selbsthilfegruppe trifft sich erstmals zu einem Grillfest
Das erste Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa" fand anstelle des Gruppentreffens statt. Für einen Donnerstagabend war die Beteiligung mit 13 Teilnehmern sehr gut.
14. September 2001: Die Selbsthilfegruppe geht an die Öffentlichkeit.
Die Erlanger Nachrichten brachten im Rahmen der Serie "Unser Jahr des Ehrenamtes" mit der Überschrift "Reiner Hofmann. Hörbehinderter informiert in Selbsthilfegruppe Mitbetroffene" einen Artikel (jpg, ca. 350 KB). Darin wurde auch allgemein über Schwerhörigkeit und Selbsthilfegruppen informiert.
6. Oktober 2001: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich erstmals beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen".
Dieser Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz war regnerisch, deswegen wurde kurzerhand noch schnell ein Pavillon bei OBI gekauft und aufgestellt.
7. Februar 2002: Die Selbsthilfegruppe hat erstmals einen Gast
Hörgeräteakustiker Herr Eberhard gab Auskunft über Hörgeräte und Hilfsmittel. 16 Teilnehmer lauschten seinen Ausführungen.
4. April 2002: Die Selbsthilfegruppe geht zu ihrem zweiten "Geburtstag" wieder an die Öffentlichkeit.
Die gute Verbindung von Anni Reinmann zum "Fränkischen Tag" ermöglichte es uns, dort einen Artikel mit der Überschrift "Wenn Bienen summen und Panzer fahren" einen Artikel (pdf, ca. 350 KB) zum zweijährigen Bestehen der Gruppe zu platzieren.
Die Überschrift erklärt sich aus dem Text, wo es u. a. heißt:
"Gleich und gleich gesellt sich gern" ist hier nämlich ein Ausspruch, den man nicht treffender ausdrücken kann, denn "wer nicht selbst schwerhörig ist kann sich nicht einmal im weitesten Sinne vorstellen, wie es ist, entweder ständig zum Beispiel Bienengesumm oder Panzergeräusche zu hören oder immer nur die Hälfte zu verstehen", erklären die Betroffenen."
4. Juli 2002: Frau Dr. Inge Richter ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Frau Dr. Inge Richter (selbst ertaubt) berichtet über sich und die Arbeit der von ihr geleiteten Hörgeschädigtenabteilung im Klinikum am Europakanal in Erlangen (18 Teilnehmer).
1. August 2002: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest bei Frau Kapke in Bubenreuth.
Zum Grillfest im Garten von Frau Kapke in Bubenreuth kamen 16 Personen (einschließlich der Familienmitglieder). Das monatliche Gruppentreffen entfiel dafür.
5. Juli 2003: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2003.
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz gibt es erstmals im Gruppentagebuch ein Foto als Erinnerung. Statt eines Plakats wurden die Faltblätter am Pavillondach aufgehängt (man beachte die kreative Lösung durch Wäscheklammern).

6. November 2003: HNO-Arzt Dr. Waldfahrer ist Gast bei der Selbsthilfegruppe.
Erstmals ist ein HNO-Arzt Gast bei der Gruppe (15 Teilnehmer).
20. März 2004: Die Selbsthilfegruppe präsentiert sich beim Aktionstag der Fachklinik Herzogenaurach.
Unser Stand im Untergeschoß war (wie alle anderen) wenig frequentiert. Man profitierte aber vom Gespräch mit den anderen Gruppen.
6. Mai 2004: Die Sprecherin der Tinnitus-Selbsthilfegruppe Erlangen ist bei uns zu Gast.
Sabine Schoen stellt die von ihr geleitete Tinnitus-Selbsthilfegruppe vor, die sich in Drei Cedern trifft.
20. Mai 2004: Tagesausflug nach Trabelsdorf.
Die Selbsthilfegruppe unternimmt mit 10 Teilnehmern einen Tagesausflug nach Trabelsdorf und war erstmals Gast im "Alten Kurhaus".

1. Juli 2004: Frau Gilson von "fOHRum" ist bei uns Gast.
Frau Sabine Gilson berichtet über "fOHRum - gut hören in der Schule", eine Selbsthilfegruppe von Eltern schwerhöriger Kinder in Regelschulen.
7. Oktober 2004: Treff in der "freien Wildbahn".
Da der Raum im Haus Neustädter Kirchenplatz anderweitig belegt war, mussten wir in das Gasthaus Strauss ausweichen. Der zunächst nur von uns belegte Nebenraum wurde später störend laut, als noch andere Gäste hier Platz nahmen. Ausnahmsweise war das Gruppentreffen daher nicht die "Erholung" wie gewohnt.
23. Oktober 2004: Tagesausflug nach Coburg.
Tagesausflug mit der Bahn nach Coburg (15 Teilnehmer einschließlich der Angehörigen). Reiner Hofmann machte den Stadtführer durch seine Heimatstadt einschließlich eines Besuchs des Museums in der Veste.

3. Februar 2005: Ein Hörgeräteakustiker bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Hörgeräteakustiker Herr Lauer von der Firma KIND gab informativ Auskunft über Hörgeräte und insbesonders Hilfsmittel (brachte auch "Anschauungsmaterial" mit). Er gab auch Tipps zu den Kosten bzw. deren Bewältigung (Zuschüsse von Krankenkassen oder Hauptfürsorgestelle).
ab 9. März 2005: LBG-Kurs mit Reiner Hofmann.
Reiner Hofmann bietet der Gruppe einen LBG-Kurs an (LBG = Lautsprachbegleitende Gebärden). Der Kurs wird in den Räumen des Seniorenheims Sophienstraße abgehalten, findet wöchentlich statt und geht über 10 Einheiten; 10 Teilnehmer aus unserer Gruppe beteiligen sich.
7. April 2005: Die Selbsthilfegruppe hat Geburtstag.
Die Selbsthilfegruppe feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einem durch die Teilnehmer selbst gestaltetes kaltes Büffet. Thomas Holz und Christa Braun sprechen den Sketch "Wenn Vater nicht mehr hört und Mutter sich empört".
2. Juli 2005: Die Selbsthilfegruppe ist auch dieses Mal beim Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" dabei.
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2005 auf dem Schloßplatz hatten wir mit der Selbsthilfegruppe "fOHRum" (s. unter 1. Juli 2004) einen gemeinsamen Stand. Erstmals war hier ein "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) im Einsatz und brachte einigen Zulauf.
9. Juli 2005: Die Selbsthilfegruppe organisiert erstmals eine Führung im Stadtmuseum Erlangen.
Durch die Ausstellung "Vom Jahrmarkt zum Kultfest. 250 Jahre Erlanger Bergkirchweih" im Stadtmuseum Erlangen führte Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 12 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich, die FM-Anlage war dabei eine gute Hilfe für die unter den 12 Teilnehmern, die sie nutzen konnten. Anschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein auf dem Entlas-Keller.

31. Juli 2005: Kellerführung auf dem Erlanger Burgberg mit FM-Anlage.
Herr Engelhardt vom Entlas-Keller erklärte sich bereit, bei seiner Kellerführung das Mikrofon der FM-Anlage zu benutzen (ohne die FM-Anlage wäre die Kommunikation im stellenweise recht dunklen Keller sehr schwierig geworden). Da zu diesem Termin (mit 11 Teilnehmern) nicht alle Interessierten teilnehmen konnten, wurde die FM-Anlage am 25. September noch einmal bei der Kellerführung aktiviert.
6. Oktober 2005: Eine Logopädin besucht die Selbsthilfegruppe.
Die Logopädin Frau Jana Matthäus spricht über ihre Arbeit. Aspekte sind zum Beispiel "Wie beeinflusst die Schwerhörigkeit die Aussprache - Atemtechnik, Therapiemöglichkeiten".
8. Oktober 2005: Tagesausflug nach Bamberg.
Margit Gamberoni führte uns mit viel Freude und gekonnt durch "ihre" Stadt, in die wichtigsten Kirchen, den Dom, die Plätze und die Regnitz entlang. Die 13 Teilnehmer aus Erlangen reisten teilweise mit der Bahn, teilweise mit dem PKW an.

3. November 2005: Ausgesperrt!
Da der Schlüssel zum Raum im Haus Neustädter Kirchenplatz versehentlich nicht aus dem Dekanat geholt wurde, mussten wir (diesmal unvorbereitet) in die "freien Wildbahn" ausweichen und gingen in das benachbarte Gasthaus "Bajazzo".
5.-6. November 2005: Wochenende im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf.
Die Gruppe traf sich erstmals in Trabelsdorf für länger als einen Tag (mit Übernachtung). Wir nutzten die Gelegenheit nicht nur zur Auffrischung unserer LBG-Kenntnisse, sondern auch zu einer Wanderung nach Lisberg (die Burg war leider nicht zu besichtigen), zu einer Rückschau über die fünf Jahre des Bestehens der Gruppe und zur Vorschau, was in der Gruppe noch verbessert werden kann. Der Samstagabend stand unter dem Thema "Strategieen entwickeln zum Sprachverständnis ohne technische Hilfsmittel".

31. Juli bis 3. August 2006: Wochenende im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf.
Diese Wochenend-Freizeit in Trabelsdorf verbrachten wir zusammen mit Teilnehmern der Nürnberger Gruppe.

18. August 2006: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Nach einer längeren Pause traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Der Beginn um 17 Uhr hatte den Nachteil, dass es relativ rasch dunkel wurde - das merkten wir uns für die kommenden Grilltreffen.
3. bis 5. November 2006: LBG-Kurs in Trabelsdorf.
Dieses Wochenende in Trabelsdorf stand ganz im Zeichen der Vermittlung bzw. Auffrischung der Lautsprachbegleitenden Gebärden.
11. November 2006: Amtseinführung des neuen Landeskirchen-Beauftragten der Schwerhörigenseelsorge der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern.
Bei der Amtseinführung von Pfarrer Rolf Hörndlein waren fünf Mitglieder unserer Gruppe dabei. Er besuchte dann erstmals unsere Gruppe beim folgenden Gruppentreffen im Dezember.
13. Januar 2007: Führung mit FM-Anlage im Stadtmuseum Erlangen.
Wieder führte Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 8 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich durch die Ausstellung "Altstadt im Wandel. Von der Ackerbürgerstadt zum Vergnügungsviertel" (Ausstellungsfaltblatt, pdf). Anschließend traf man sich noch in "La Barca" in der Schiffstraße zu Capuccino und Kuchen.
1. Februar 2007: Herr Stritzke ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Herr Stritzke berichtet über sich und seine Arbeit als Psychologe und Psychotherapeut in der Hörgeschädigtenabteilung im Klinikum am Europakanal vor 19 interessierten Teilnehmern.
1. März 2007: Herr Professor Hoppe ist bei der Selbsthilfegruppe zu Gast
Herr Professor Ulrich Hoppe von der HNO-Klinik referiert über Schwerhörigkeit bzw. ihre Ursachen sowie über die Entwicklung der Hörgeräte bis zum heutigen Stand der Technik des Chochlea-Implants (CI). Seinen durch Beamer unterstützten Ausführungen konnten die 15 Teilnehmer trotz des zeitweisen Ausfalls der FM-Anlage gut folgen.
5. April 2007: Bei der Selbsthilfegruppe ist die Siemens Audiologische Technik zu Gast
Frau Simone Siltmann und Frau Nadine Seubert von der Siemens Audiologischen Technik berichten über die Probandentests, die von ihrer Firma durchgeführt werden. Zur Entwicklung neuer Hörgeräte sind Tests mit Schwerhörigen wichtig; der Zeitaufwand für die Tests im Hause (und ggf. die Anfahrt) wird vergütet. Es wurden vor allem stark schwerhörige Probanden gesucht.

3. Mai 2007: SprecherInnen-Team ergänzt
Von den ursprünglichen vier Personen des Teams stehen mittlerweile nur noch zwei zur Verfügung (Friedrich Rauhut schied im Sommer 2003, Reiner Hofmann ist mittlerweile wegen seines Berufs nach Bamberg gezogen). Neben Christa Braun und Thomas Holz werden auch Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder von den anwesenden Teilnehmern in das Team delegiert.
5./6. Mai 2007: Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten
Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten fand erstmals in Erlangen statt. Unsere Gruppe hatte dazu Räumlichkeiten und Verpflegung im Siemens-Sportheim organisiert.
17. Juli 2007: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2007.
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" auf dem Schloßplatz konnten von der Stadt keine Tische und Bänke gestellt werden. So waren wir froh, dass Herr Johannes Lauer diese für uns mitbrachte; er war sogar unentwegt mit am Stand. Der "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) war wieder im Einsatz und brachte einigen Zulauf.

18. August 2007: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Im Vergleich zum Vorjahr schon routinierter traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Vom Vorjahr hatte man unter anderem gelernt, dass ein Anfang am späten Nachmittag nicht günstig ist; diesmal feierte man von 14 bis 18 Uhr zusammen mit der Sportgruppe "Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe Franken" (HFSF).

19. bis 21. Oktober 2007: Freizeit in Trabelsdorf.
An diesem Trabelsdorf-Wochenende referierte Herr Lauer am Freitagnachmittag (leider nur kurz) über Hörgeräte und Hörhilfen. Am Samstagabend hielt Herr Zeck (Pastoralreferent aus Bamberg) eine Andacht. Aus dem Teilnehmerkreis berichtete am Sonntagvormittag Frau Cäcilie Trautner von ihren Erfahrungen "Durch bessere Ernährung besseres Hören". Überraschend gab Zauberer Petermann nach unserem Mittagessen am Sonntag eine Gratisvorführung seines Könnens. Daneben gab es viele gemeinsamen Unternehmungen und auch Planungen für 2008.

15. November 2007: Thomas Holz verstorben.
Unser Gründungsmitglied Thomas Holz verstarb nach längerer Krankheit am 15. November 2007. Bei seiner Aussegnungfeier am 21. November waren zahlreiche Teilnehmer der Gruppe dabei, um von ihm Abschied zu nehmen. Für die Gruppe verlas Reiner Hofmann einen Nachruf.

16. Januar 2008: Fototermin zur Vorbereitung auf den Hörtag.
Die HNO-Klinik führte im Februar einen Hörtag durch, bei dem sich auch die Gruppe beteiligte. Das Angebot bei der Gelegenheit ein Poster zu erstellen nahmen wir gerne an. Ein kleines technisches Problem war die vergessene Kamera der Fotografin, das schnell durch den Kauf einer digitalen Kamera gelöst werden konnte.

9. Februar 2008: Hörtag 2008.
Die Erlanger HNO-Klinik führte im Februar einen "Hörtag" durch, moderiert durch Dr. med. Antje Katrin Kühnemann. Unsere Gruppe beteiligte sich mit einem Informationsstand und stellte die FM-Anlage zur Verfügung. Bei der Gelegenheit wurde erstmals das Poster der Öffentlichkeit repräsentiert.

3. April 2008: Der Hausherr besucht uns.
Der neue Dekan, Herr Peter Huschke, besuchte uns. Nicht seinetwegen, sondern wegen einer zweifachen Geburtstagsfeier (Selbsthilfegruppe 8 Jahre, Christa Braun 75 Jahre) war der Tisch dabei festlich gedeckt.

19. Juni 2008: Die Siemens-Audiologie sucht Probanden.
Die Siemens-Audiologie suchte Probanden. Damit die regulären Gruppentreffen dabei nicht zu sehr ins Hintertreffen kommen (sie sollen ja der Selbsthilfe dienen) wurde ein Extra-Termin mit Frau Berghorn und Herrn Lauer vereinbart. Die Anwesenden füllten dabei einen mehrseitigen Fragebogen aus.

29. Juni 2008: Führung durch die Wilhelm-Busch-Ausstellung im Stadtmuseum Erlangen.
Christiane Müller führte kenntnisreich und mit dem Funkmikrofon ausgerüstet durch die Ausstellung. Fünf Teilnehmer der Gruppe und je ein Gast aus Bamberg und Nürnberg folgten ihr interessiert

August 2008: Die Selbsthilfegruppe im "Forum" und in der "Schnecke".
Die Selbsthilfegruppe ist seit Jahresbeginn Mitglied der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) und der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft (DCIG) und stellt sich in den jeweiligen Verbandszeitschriften "Forum" bzw. der "Schnecke") vor. (Artikel im "Forum", Sommer-Ausgabe 2008, Artikel in der "Schnecke", August-Ausgabe 2008, pdf)
9. August 2008: Die Selbsthilfegruppe trifft sich zum Grillfest.
Wie im Vorjahr traf sich die Selbsthilfegruppe wieder zum Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa". Auch diesmal feierte man von 14 bis 18 Uhr zusammen mit der Sportgruppe "Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe Franken" (HFSF) und Gästen aus Bamberg.

14.-16. November 2008: LBG-Kurs in Trabelsdorf.
Reiner Hofmann frischte unsere Lautsprachbegleitenden Gebärden auf und führte uns auch in die Theorie und Praxis des Absehens ein.
Das Wetter zeigte sich der Jahreszeit gemäß nicht sehr freundlich. Statt abendlicher Spaziergänge gab es daher zum Beispiel kleine Kartenturniere.

26. November 2008: CICERO wird vorgestellt.
Ein Dutzend Teilnehmer aus unserer Gruppe beteiligte sich bei der Vorstellung des Projektes Cochlea-Implantat Centrum Erlangen (CICERO). Beim anschließenden Diskussionsforum wurden auch von unserer Seite her Fragen gestellt. Anschließend konnte man sich mit dem HNO-Personal oder auch mit den Mitgliedern der anderen anwesenden Gruppen unterhalten.
8. Januar 2009: Gruppentreffen einmal anders
Unser reguläres Gruppentreffen entfiel wegen des Feiertages (Neujahr). Intern trafen wir uns eine Woche später zu einem gemütlichen Abend im Restaurant "La Pergola" in der Goethestraße.
24. Januar 2009: Einweihung der neuen Räume der Schwerhörigenseelsorge in Nürnberg
Zahlreich war unsere Gruppe bei der Einweihung der neuen Räume am Egidienplatz vertreten. Der Festgottesdienst wurde von uns mitgestaltet, indem Mitglieder unserer Gruppen die Fürbitten verlasen. Auch bei den Vorbereitungen zur Feier in den neuen Räumen waren wir helfend beteiligt.
1. März 2009: Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß bei uns
Unsere Gruppe hatte während ihres Monatstreffens im März Besucht von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, die sich sehr interessiert zeigte.
20.-22. März 2009: Jahrestagung der Schwerhörigenseelsorge in Stein
Einige unserer Gruppenmitglieder nützten die Gelegenheit und nahmen an den Referaten und Workshops teil. Ein Höhepunkt war dabei der Auftritt der selbst hörgeschädigten Künstlerin Sibylle Fritz, die Gedichte von Mascha Koleko vertont und "zu Gehör gebracht" hat.
7. Mai 2009 (11 Uhr): Eröffnungsfeier von CICERO
Bei der Einweihung von CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) waren viele Personen aus unserer Gruppe anwesend. Nach den Grußworten gab es einen Höhepunkt der besonderen Art: die Vorführung einer Pantomime, die Jomi (Josef Michael Kreutzer) extra zu diesem Anlass gestaltet hatte. Anschließend gab es die Möglichkeit zur Besichtigung des neuen Zentrums.

7. Mai 2009 (abends): Die Erlanger Synodalabgeordnete besucht unsere Gruppe.
Frau Dr. Annekathrin Preidel besuchte unsere Gruppe und berichtete über ihre Arbeit als Landessynodalin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
17. Mai 2009: Führung mit FM-Anlage im Stadtmuseum Erlangen.
Diesmal führte wieder Stadtarchivar Dr. Andreas Jakob die 8 Teilnehmer kenntnisreich und anschaulich durch die Ausstellung "Erlangen im Barock. Glanz und Elend der Markgrafenzeit" (Ausstellungsfaltblatt, pdf), (Ausstellungstexte, pdf). Anschließend traf man sich noch zum gemütlichen Plaudern in einem Cafe in der Glockenstraße.
20. Juni 2009: Deutscher CI-Tag.
Relativ kurzfristig hatte die HNO-Klinik bzw. CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) entschieden, sich am Deutschen CI-Tag im Rahmen des Gesundheitmarktes in Erlangen zu beteiligen. Da der Termin mit Urlaub und anderweitigen Verpflichtungen zusammenfiel, war von uns nur Herbert Hirschfelder (im Bild links) durchgehend dabei. Der Kasten in der Mitte ist übrigens kein Bauchladen, sondern ein Demonstrationskoffer, der die einzelnen Teile eines CI enthält. Im Hintergrund rechts ist (teilweise verdeckt) das Poster unserer Gruppe zu sehen.

1. Juli 2009: Vorstellung unserer Gruppe beim Gesundheits- und Sozialausschuss der Stadt Erlangen.
Durch Vermittlung von Frau Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß konnte sich unserer Gruppe beim Gesundheits- und Sozialausschuss der Stadt Erlangen vorstellen. Herbert Hirschfelder übernahm diese Aufgabe. Interessiert verfolgten ihn etliche Teilnehmer aus unserer Gruppe, soweit sie dazu in der Lage waren - es stellte sich heraus, dass die im Ratssaal vorhandene Induktionsanlage in den Besucherreihen nur sehr leise zu hören war. Nur diejenigen, deren Hörgeräte so eingestellt sind, dass sie gleichzeitig mit Induktionsspule und Mikrofon hören, konnten dem Referat und den anschließenden Fragen der Ausschussmitglieder gut folgen, da auch über in der Decke installierte Lautsprecher übertragen wurde. Anschließend ergab sich vor dem Ratssaal noch die Gelegenheit zum zwanglosen Gespräch mit Herrn Thomas Grützner, dem Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen.

18. Juli 2009: Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" 2009 (Forum-Fotos).
Zu diesem Aktionstag des Forums "Behinderte Menschen in Erlangen" hatten wir prominenten Besuch am Stand, nämlich einen leibhaftigen Landrat. Herr Irlinger bestand den Hörtest am "Hörkopf" (Gehör-Schnelltester in Kopfform) mit Bravour, zeigte sich aber sonst nicht sehr gesprächig. Sonst war es eher ruhig, einzelne Gespräche aber um so interessanter. Den Stand hüteten: Christa Braun, Herbert Hirschfelder, Heidi Schenk und Cäcilie Trautner.

15. August 2009: Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa".
Schon fast traditionell war unser Grillfest im Garten des Bürgertreffs "Die Villa", Äußere Brucker Straße 49, wo man so schön die Seele baumeln lassen kann..
Besteck und Geschirr konnten wir aus der Villa-Küche benutzen, Getränke stellte die Hörgeschädigten- Freizeit- und Sportgruppe (HFSF) zur Verfügung. Man musste nur mitbringen, was man selbst essen (oder den anderen zum Probieren anbieten) wollte.
Gäste waren (neben der HFSF) aus den benachbarten Selbsthilfegruppen "OhrRing" (Bamberg) und "Öhrli-Treff" (Nürnberg) vertreten.


28.-30. August 2009: Entspannungs- und Hörtraining in Trabelsdorf.
Es hat alles gepasst: Die Bewirtung im Alten Kurhaus war gewohnt gut (nur der Gästeandrang am Sonntag etwas zu groß), das Wetter war schön, das Entspannungstraining mit Irmi war anregend und entspannend, und das Hörtraining mit Margit Gamberoni war alles andere als monoton.
119 Stufen konnten die Unentwegten unter uns am Sonntag nicht schrecken, sie machten sich zu Fuß auf den Weg nach Lisberg. Dort wurden wir vom Schlossherren durch die Burg geführt und bekamen vom Verlies bis zum Brautzimmer etliches zu sehen und fachkundig erklärt.
Michele Bayerschmidt schrieb dazu einen ausführlichen Bericht (pdf), der im Forum Heft 32 (Winter 2009/10) veröffentlicht wurde.


10. September 2009: Besuch in der Sprechstunde von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß.
Die schwache Lautstärke der Induktionsschleife im Ratssaal (störend bemerkt bei der Vorstellung unserer Gruppe am 1. Juli, siehe unten) war Anlass für unsere SprecherInnen Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder zu einem Besuch in der Sprechstunde von Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, an der auch der Behindertenbeauftragte Herr Thomas Grützner teilnahm. Es wird überprüft, ob evtl. mit einem Austausch des Verstärkers der Anlage Besserung erreicht werden kann (eine Erneuerung der im Raum fest unter Putz verlegten Kabel kommt nicht in Betracht).
Es wurden auch angesprochen:
- unser 10jähriges Jubiläum am 2. Mai 2010, zu der wir die beiden anwesenden Vertreter der Stadt baten, sich den Termin freizuhalten;
- Frau Dr. Preuß will dies zum Anlass nehmen, im ersten Quartal 2010 zu einem Pressegespräch zum Thema Schwerhörigkeit einzuladen, bei dem auch unsere Gruppe beteiligt ist;
- Frau Dr. Preuß will in den Demographiebericht auch Schwerhörigkeit mit einfließen lassen, da damit zu rechnen ist, dass der Anteil der Schwerhörigen in der Bevölkerung zunehmen wird;
- das in unserer Gruppe immer wieder auftauchende Gerücht, es gäbe eine Induktionsanlage (oder andere Hilfe) für Hörbehinderte im Markgrafentheater oder im Redoutensaal wurde von Herrn Grützner verneint. Angesprochen wurde dass es eine Lösung über Infrarot im Bamberger Theater gibt, die eventuell für Erlangen als Vorbild dienen könnte.
- die beiden SprecherInnen der Gruppe bedankten sich bei der Gelegenheit für die kostenlose Verfügungstellung einer FM-Anlage (FM = Funkmikrofon) durch die Stadt. Herr Grützner wiederum zeigte sich erfreut über den nicht nur internen Gebrauch durch unsere Gruppe.

7. Dezember 2009: Die Gruppe bekommt eine neue FM-Anlage
Sozusagen als eine Art verfrühtes Nikolausgeschenk bekam die Gruppe an diesem Abend die von der Stadt zur Verfügung gestellte neue FM-Anlage. Lieferant Peter Lottner (Pelo Hörsysteme) stellte daneben auch weiteres interessantes Zubehör für Hörgeräteträger vor.
14. Dezember 2009: Die Gruppe erhält eine Spende der Sparkasse Erlangen
Bei einer Feierstunde in der Zweigstelle Werner von Siemens-Straße wurde auch unsere Gruppe von der Sparkasse bei der vorweihnachtlichen Spendenaktion bedacht. Frau Dr. Preuß hatte sich für uns eingesetzt, wir müssen uns also nicht nur bei der Sparkasse, sondern auch bei ihr bedanken.


4. März 2010: Der Behindertenbeauftragte der Stadt, besucht unsere Gruppe
Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Herr Grützner, erzählte von seiner Arbeit und stellte sich unseren Fragen.

31. März 2010: Die Induktionsanlage in Sankt Markus wird getestet
Die Induktionsanlage in Sankt Markus wurde getestet, denn für unser Jubiläum am 2. Mai ist es wichtig, dass sie (zufriedenstellend) funktioniert. Der Test verlief zunächst negativ. Durch den neuen Technikbeauftragten des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen wurde aber schnell eine Verbesserung erarbeitet. Zu unserer Freude wird die Verbesserung über unser Jubiläum hinaus eine funktionierende Induktionsanlage in Sankt Markus bedeuten!
14. April 2010: Pressegespräch über Schwerhörigkeit bei der Sozialbürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß im Rathaus
Frau Dr. Elisabeth Preuß hatte beim Besuch unserer SprecherInnen im September 2009 versprochen sich um ein Pressegespräch über Schwerhörigkeit zeitnah zu unserem Jubläum zu kümmern und löste das Versprechen nun ein. In ihrem Zimmer führte Reporterin Frau Guthmann ein längeres Gespräch mit Frau Dr. Elisabeth Preuß, dem städtischen Behindertenbeauftragten Herr Grützner und unserem SprecherInnen-Team. Das Resultat war ein gut gelungener, informativer Artikel (mit Foto) am 16. April im Lokalteil der Erlanger Nachrichten mit der Überschrift "Schwerhörigkeit darf kein Makel sein".

15. April 2010: Tag behinderter Menschen im Bayerischen Landtag
Am Tag nach dem Pressegespräch fand der Tag behinderter Menschen im Bayerischen Landtag in München statt. Frau Trautner und Herr Kuglmeier vertraten unsere Gruppe. Frau Trautner schrieb dazu einen ausführlichen Bericht.
29. April 2010: Test der Induktionsanlage der Matthäuskirche in Uttenreuth
Die Matthäuskirche in Uttenreuth ist eine alte, aus Sandstein gebaute Kirche, Störungen durch (eisenhaltigen) Beton o.ä. waren nicht zu erwarten. Der Test verlief rundum positiv aus (es wurden verschiedene Mikrofone getestet). In den Bankreihen im Kirchenraum, aber nicht auf (oder unter) der Empore kann gut induktiv gehört werden.
30. April 2010: Die Selbsthilfegruppe geht ins Internet
Rechtzeitig zur Feier des 10-jährigen Jubiläums geht eine von Herbert Hirschfelder erarbeitete Homepage der Selbsthilfegruppe mit technischer Unterstützung durch Thomas Kluck in das World Wide Web.
Seitdem sind unter http://www.schwerhoerige-erlangen.de/ ständig aktuelle Informationen über unsere Gruppe zu finden.
2. Mai 2010: 10 Jahre Selbsthilfegruppe für Schwerhörige, Ertaubte, CI-Träger Erlangen (Einladung, pdf).




8.-15. Mai 2010: Schwerhörigengerechte Freizeit in Passugg (Schweiz)
Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern hatte eine schwerhörigengerechte Freizeit (Einladung, pdf) in der für Hörbehinderte bestens eingerichteten Pension Fontana Passugg in der Nähe von Chur organisiert, an der ein halbes Dutzend Teilnehmer aus unserer Gruppe dabei waren.
Auf der Homepage der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist dazu unter dem 18. Mai 2010 zu lesen:
"Schweiz für Schwerhörige
Vom 8. bis 15. Mai 2010 weilte eine Gruppe von Schwerhörigen unter Leitung von Ulla Kölbel und Christa Braun in Graubünden. Die Pension Fontana-Passugg bot ausgezeichnete Bedingungen, da es sich um ein hörgeschädigtengerecht ausgestattetes Haus handelt - einzigartig im deutschsprachigen Raum. Die Freizeit wurde von der Schwerhörigenseelsorge organisiert, um eine erholsame und entspannte Atmosphäre für den Austausch von Schwerhörigen untereinander zu ermöglichen.
Neben herrlichen Ausflügen standen auch thematische Einheiten wie zum Beispiel Hörtraining auf dem Programm. Eine rundum gelungene Freizeit, die wiederholungsverdächtig sein dürfte."

14./15. Mai 2010 in Hamburg: Selbsthilfe mal sportlich
Bei den Deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Schwerhörigen erreichte unser Gruppensprecher Herbert Hirschfelder Platz drei im Herreneinzel und verteidigte gemeinsam mit Sabine Meier den Titel im Gemischten Doppel. Beide starteten für die "Hörgeschädigten-Freizeit- und Sportgruppe Franken", die auch als Mannschaft erfolgreich war. Die Erlanger Sebsthilfegruppe profitiert insofern davon, als aus diesem Anlass beim Grillfest die Getränke gestiftet werden.
Auf der Homepage des Bayerischen Tischtennis-Verbandes (BTTV) findet sich ein ausführlicher Bericht dazu.
Die Schwerhörigen-Meisterschaften (nicht nur im Tischtennis) werden durchgeführt vom Deutschen Schwerhörigen-Sport-Verband (DSSV).

2. Juni 2010: Bürgerpalais getestet und für gut befunden
Irmgard Kühne besuchte die Eröffnungsfeier des "Bürgerpalais" (Stutterheimsches Palais, Marktplatz 1), in dem die Stadtbibliothek und Kunstpalais (die frühere Städtische Galerie) wieder ihr Domizil haben. Sie testete dabei mit Erfolg die im Innenhof installierte Induktionsschleife, allerdings ist nicht klar, wie weit das Magnetfeld reicht. Im Innenhof sollen zum Beispiel künftig Lesungen veranstaltet werden.
Die Erlanger Nachrichten brachten einen Bericht zur Eröffnung, in dem leider kein Hinweis auf die Induktionsanlage enthalten war.
12. Juni: Deutscher CI-Tag.
Die HNO-Klinik Erlangen bzw. CICERO (das Cochlear-Implant-Centrum Erlangen) führte an diesen Tag ein Sommerfest durch. Wir beteiligten uns dabei an dem von der Schwerhörigenseelsorge organisierten Infostand im Inneren des Hauses.


24. Juli 2010: 50 Jahre Lebenshilfe Erlangen (Einladung, pdf).
Zur Festveranstaltung zum Jubiläum der Lebenshilfe Erlangen im Redoutensaal war auch unsere Selbsthilfegruppe eingeladen und durch das SprecherInnen-Team verteten. Die Veranstalter sorgten für optimale Verhältnisse (für uns waren in der dritten Reihe Plätze reserviert). Die FM-Anlage der Stadt war dabei eine große Hilfe (das Mikrofon dazu war am Rednerpult platziert), sofern die Redner nicht versuchten einen Schnelligkeitsrekord aufzustellen (da wäre dann ein/e SchriftdolmetscherIn hilfreicher gewesen).
26. Juni 2010: Ein geheimnisvolles Schild ...
... entdeckte SHG-Sprecher Herbert Hirschfelder im Aufzug des frisch renovierten "Bürgerpalais", in dem unter anderem die Stadtbibliothek ihr Domizil hat (s. Abbildung). Das durchgestrichene Ohr scheint einen Service für Hörgeschädigte zu verheißen, aber welchen? (Ein Knopf oder Schalter ist in der Nähe des Schildes nicht zu sehen.)
Die Leiterin der Stadtbibliothek gab dazu folgende Auskunft:
"Das "durchgestrichene Ohr" - als solches soll es wohl nicht gelesen werden - bezeichnet lediglich die Stelle, aus der Durchsagen kommen bzw. in die man sprechen kann, wenn man den Alarm ausgelöst hat."
Das kann es aber wohl nicht sein, denn dann müsste das Schild bei jedem Fahrstuhl mit Durchsage- bzw. Lautsprecheranlage angebracht sein?!
Eine Umfrage per E-Mail bei den Teilnehmern der Selbsthilfegruppen in Bamberg und Nürnberg brachte auch keine klare Erkenntnis.
Vom Behindertenbeauftragten der Stadt Erlangen, Herrn Grützner, erhielten wir dazu folgende Information:
"Das Ohrsymbol im Aufzug bedeutet Folgendes:
Im Notfall (Aufzug bleibt stecken) informiert der Steckengebliebene über die Notruftaste einen Notdienst. Dieser Notdienst antwortet über einen eingebauten Lautsprecher. Um sicherzustellen, dass auch ein Hörgeschädigter die Informationen der Notrufzentrale erhält, ist auch induktiver Empfang vorgesehen.
Über diese Tatsache sollten aber unbedingt die Hörgeschädigten informiert sein. Das finde ich, sollte der DSB tun, vielleicht können Sie das dort anregen. Weil sonst entsteht wieder die Spirale: die Betroffenen wissen nichts von neuen technischen Errungenschaften, nutzen sie nicht und diejenigen, die sie einrichten, stellen fest, dass die tollen Sachen nicht genutzt werden.
Es ist auf jeden Fall gut, dass Sie das angesprochen haben, denn auch der Gebäudebetreiber sollte das wissen."
Zur Verwirrung unter den Schwerhörigen hat dabei sicher beigetragen, dass hier das allgemeine Symbol für Hörschädigung (wie es zum Beispiel zur Anzeige der Untertitel im Fernsehen verwendet wird) im Aufzug angebracht ist.
Die Stadtbibliothek ist inzwischen unserer Empfehlung gefolgt und hat zusätzlich einen Aufkleber mit dem unter Hörgeschädigten (z.B. von Kirchen) bekannten Induktionssymbol in beiden Aufzügen angebracht.
Es ist erfreulich, dass die Stadtbibliothek nach dem Umbau ein erhebliches Stück barrierefreier auch für Hörbehinderte geworden ist (es sind auch Induktionsschleifen an den Stellen eingebaut worden, wo Lesungen oder sonstige Veranstaltungen abgehalten werden, bei denen mit Mikrofon gearbeitet wird). Es wäre schön, wenn die Informationen dazu im Haus mit entsprechenden Piktogrammen kenntlich und zum Beispiel auch über die Homepage der Stadtbibliothek bekannt gemacht werden.

Grillfest am Samstag, 14. August 2010 im Garten des Bürgertreffs "Die Villa".
Leider war das Grillfest kein Grillfest, denn es waren nur vier Personen aus unserer Gruppe anwesend, der Grill wurde daher gar nicht erst angeschürt. Dafür wurde die Gelegenheit genutzt, unter für Hörgeschädigten optimalen Umständen (kein Gespräch am Nebentisch, kein Straßenlärm) sich ungezwungen zu unterhalten ...
... und was sollten wir daraus lernen: doch lieber verschieben auf einen anderen Termin (oder ausfallen lassen), wenn eine der befreundeten Gruppen gleichzeitig eine Veranstaltung anbietet.
Übrigens ist für 2011 (wieder im Garten der Erba-Villa) der Termin bereits reserviert: 13. August 2011!

2. September 2010: Vertreter der Tinnitus-Selbsthilfegruppe und des VdK bei uns zu Gast
Bei unserem September-Gruppentreffen hatten wir als Gast Frau Schoen von der Erlanger Tinnitus-Selbsthilfegruppe und Herrn Wittwer vom Sozialverband VdK, die über ihre Einrichtungen berichteten.

16.-19. September 2010: Herbstseminar der Deutschen Hörbehinderten-Selbsthilfe (DHS) in Herrnhut.
Bei dem Seminar in Herrnhut nahmen aus unserer Gruppe Christa Braun und Irmgard Kühne teil.
Das Thema des von Jochen Müller geleiteten Seminars war "In welche Welt gehöre ich? Hörbehinderung - eine Wanderung zwischen zwei Welten?". Die Einführung in die Thematik des Seminars ist hier zu finden.
25. September 2010: Ausflug zum Freilandmuseum Bad Windsheim
Die Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff unternahm einen Ausflug zum Freilandmuseum Bad Windsheim. Auch Mitglieder der Erlanger Gruppe waren dabei.
1. Oktober 2010: Ein Ohrenschmaus für Alle Einladung (pdf, 1,3 MB)
Am 1. Oktober 2010, 19.30 Uhr gab es im Fabersaal (Raum E.14 Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg) einen Ohrenschmaus der besonderen Art, denn
- der Saal ist für Hörbehinderte eingerichtet, deren Hörhilfe die Telefonspule nutzen kann (eine Induktionsschleife deckt alle 100 Sitze ab)
- der Text konnte bei Bedarf mitgelesen werden
- von den beiden Musikerinnen war eine hörgeschädigt.
Nicht nur Hörgeräte- und CI-Träger waren im Publikum zu finden, um die musikalisch umrahmten Geschichtchen um Käse und Schokolade (und in der Pause beides in natura) zu genießen.
Auch Teilnehmer der Erlanger Selbsthilfegruppe besuchten den "Ohrenschmaus". Herbert Hirschfelder war anschließend sogar mit im Artikel (pdf) am 5. Oktober darüber im Lokalteil der Nürnberger Nachrichten zu finden.
Vor dem Ohrenschmaus wurden diejenigen Besucher, die sich dazu bereit erklärten, für den in Arbeit befindlichen Dokumentarfilm über Schwerhörigkeit interviewt. Sie sollten auf die Frage "Was verbinden Sie mit Schwerhörigkeit?" antworten.

19. bis 21. November 2010: Freizeit in Trabelsdorf (Einladung, pdf)
Die Selbsthilfegruppe Erlangen veranstaltete auch heuer wieder eine Freizeit in Trabelsdorf. Der ursprünglich vorgesehene Termin im August konnte durch ein organisatorisches Missgeschick des "Alten Kurhauses" leider nicht eingehalten werden. Die im Programm vorgesehenen ReferentInnen konnten leider nicht früher einen Termin finden, der für alle gepasst hat.
Wie bei der letzten Freizeit gab es Entspannungs- und Hörtraining mit Irmi Meier und Margit Gamberoni, dazu gab Klaus Hümmer Tipps zur Ausstellung oder Änderung von Schwerbehindertenausweisen. Seine Ausführungen hat er freundlicherweise als pdf-Datei zur Verfügung gestellt.
"Zuckerl" waren diesmal der musikalische Auftritt von Sibylle Friz und der Rundgang durch das barocke Bamberg mit einer Freifrau Bericht der Bamberger Gruppe, Juni 2010.


Frau Trautner schrieb dazu freundlicherweise den nachfolgenden Bericht:
Ein langes Wochenende in Trabelsdorf
Im August war eine Wochenend-Freizeit im "Alten Kurhaus" in Trabelsdorf geplant. Wegen eines Buchungsfehlers des Hotels wurde dann die Tagung um drei Monate verschoben und um einen Tag verlängert. Die Teilnehmer durften auf Kosten des Hotels einen Tag früher anreisen. So fand die Zusammenkunft in Trabelsdorf vom Donnerstag, den 18., bis Sonntag, den 21. November 2010, statt.
Veranstalter waren die Erlanger Selbsthilfegruppe: "Schwerhörige, Ertaubte, CI-Träger" mit Christa Braun, Irmgard Kühne, Birgit Schebesta, Heidemarie Schenk und Cäcilie Trautner sowie die Bamberger Selbsthilfegruppe: "Ohrring"; sie bestritt mit Margit Gamberoni, Klaus Hümmer und Irmhilde Maier einen Großteil der Planung und Durchführung.
Außerdem durften wir mit Marianne Bickel und Ludmilla Fischer Gäste aus der Coburger Selbsthilfegruppe begrüßen.
Schwerpunkt dieses Treffens war ein über vier Tage dauerndes Hörtraining rund um das Thema "Wasser", überaus ansprechend gestaltet und mit großem Engagement geleitet von Margit Gamberoni, im Wechsel mit wohltuenden Entspannungsübungen unter der qualifizierten Anleitung von der Physiotherapeutin Irmhilde Maier. Das Programm begann am Donnerstag, den 18. November, nach der Anreise ab 11 Uhr, Mittagessen um 12 Uhr, Spaziergang im Freien, dann um 15 Uhr mit einer Vorstellungsrunde und den notwendigen Informationen zur Veranstaltung von Christa Braun; anschließend die Arbeit an den Schwerpunktthemen: "Hören und Entspannen". Um 18 Uhr konnten wir uns am reichhaltigen Abendessen des Hauses stärken. Zum Tagesausklang trafen wir uns zu einem gemütlichen Beisammensein.
Morgens begann der Tag mit dem Frühstück um 8.15 Uhr und anschließend um 9.15 Uhr im Saal mit besinnlichen Worten zum Tag, souverän gestaltet von Christa Braun. Es folgten die Arbeit am Hörtraining und anschließend abwechselnde Entspannungsübungen mit Irmhilde Maier, wobei auch spezielle Übungen bei Tinnitus, Anleitungen zur progressiven Muskelrelaxation nach Jakobsen und meditative Atemtechniken berücksichtigt waren. Um 12 Uhr durften wir uns im Speisesaal stärken.
Ein echter Ohrenschmaus war das abwechslungsreiche Kabarett mit zeitgenössischen Liedern, vorgetragen am Cello von Sibylle Fritz. Dass wir an diesem Freitagabend noch weitere Gäste hatten, lag sicher nicht zuletzt am Können und an der Beliebtheit der Musikpädagogin, die es verstand, neben eigenen Texten auch Texte von Mascha Kaléko, Else Lasker-Schüler, Paul Fleming, Friedhelm Kändler und Lars Gustafsson so zu interpretieren, dass die Zuhörer davon mitgerissen wurden. Das zeigte auch der begeisterte Applaus am Schluss des Abends.
Ein weiterer Höhepunkt war eine schauspielerisch gestaltete Führung durch die Alt-Stadt von Bamberg am Samstagnachmittag, geführt von "Freifrau Amalie Marie Therese Antoinette Juliette Augustina zu Schwarzkopf" in barocker Kleidung. Sie ließ uns eintauchen in die Bamberger Geschichte der Barockzeit. Hierzu konnten wir die mobile FM-Anlage der Stadt nutzen. Auf diese Weise war es uns möglich, den Erläuterungen der Fremdenführerin ohne große Schwierigkeiten zu folgen. Erwähnt sei hier der engagierte Einsatz von Margit Gamberoni, unterstützt von der Behindertenbeauftragten der Stadt Bamberg, Frau Nicole Orf, den Oberbürgermeister und seine Mitarbeiter zu motivieren, eine Reihe kommunaler Einrichtungen und Ämter mit Induktionsanlagen barrierefrei für Schwerhörige auszustatten und so in der kommunalen Behindertenpolitik beispielhaft einen zukunftweisenden Weg zu gehen.
Der letzte Tag begann nach dem Frühstück mit dem Wort zum Sonntag von Christa Braun, anschließend mit einem meditativen Gebet, vorgetragen von Cäcilie Trautner. Frau Gamberoni beendete ihren Kurs zum Hörtraining mit Gebeten um den Segen für das Wasser als Lebensspender. Jeder Teilnehmer erhielt ein liebevoll gestaltetes Kärtchen mit den Gebetstexten.
Anschließend referierte Klaus Hümmer auf gut verständliche und anschauliche Weise anhand von schriftlichen Unterlagen über Wissenswertes zum Schwerbehinderten-Ausweis mit Schwerpunkt Verschlimmerungs-Antrag.
Rückblickend äußerten die Teilnehmer allgemeine Zufriedenheit mit viel Anerkennung für die Akteure, die mit ihrem Programm die Teilnehmer zu motivieren vermochten. Lobenswerterweise war auch Kritik erwünscht. Als kleiner Wermutstropfen ist die Schwierigkeit angesprochen worden, in einem Kurs oder Unterricht der ganzen Bandbreite an Behinderungen, den Voraussetzungen und Qualifikationen aller Teilnehmer gerecht zu werden.
9. Dezember 2010: Rundgang mit dem Erlanger Nachtwächter
Zum Jahresabschluss traf sich die Erlanger Gruppe bei Minustemperaturen zu einem Rundgang mit dem Erlanger Nachtwächter. Anschließend gab es noch ein gemütliches Beisammensein im Erlanger Teehaus (Friedrichstr. 14, nicht weit von unserem Gruppentreff).
Reiner Hofmann (ein Gründungsmitglied der Erlanger Gruppe, den es mittlerweile beruflich nach Bamberg verschlagen hat) schrieb dazu freundlicherweise einen Bericht:
Auch Erlangen hat einen Nachtwächter!
Am späten Nachmittag des 09.12.2010, einem wirklich eisig kalten, winterlichen, mit Schneetreiben und Blitzeis aufwartenden Tag war eine kleine unbeugsame Gruppe von „Schlappohren“ aus Erlangen und der weiteren Umgebung dem Ruf des Erlanger Nachtwächters namens Peter Rank zu einer Führung bei seinem Rundgang gefolgt.
Gegen 17 Uhr begrüßte der Nachtwächter am Erlanger Kugelbrunnen zwölf dick vermummte Interessierte mit den Worten: "Es ist sauglatt! Ich habe auf dem Weg hierher schon etliche Stürze gesehen. Wir müssen sehr aufpassen!" Sogleich hatte der Nachtwächter ein Mikrofon für das induktive Hören der Schlappohren überreicht bekommen, womit er sehr souverän umging und bestens zu verstehen war.
Bevor wir uns dann auf das Glatteis begaben, musste noch geklärt werden, wer von den Teilnehmern die weiteste Anreise hatte, denn diese Person sollte mit der Laterne als Schlusslicht den Weg der kleinen Nachtwächteraspirantengruppe sichern. Der Letzte ward schnell gefunden – es war der aus Bamberg angereiste Autor dieser Zeilen.
Der Nachtwächter verstand es prächtig uns die Aufgaben, Bedingungen und Herausforderungen seines Berufsstandes mit launigen Worten nahe zu bringen. So sprach er zum Beispiel davon, dass er neben seiner Aufgabe als Feuermelder auch ein Auge auf lichtscheue zwielichtige Subjekte zu werfen habe. Solchen zweifelhaften Gestalten verdeutlichte er seine Autorität unmissverständlich durch das Mitführen und gegebenenfalls auch den Einsatz einer Hellebarde. Zum Glück war dies bei der "Gefolgschaft der Zwölf" nicht von Nöten ...
Durchgefroren, aber um einiges zum Berufsstand des Nachtwächters klüger, steuerten wir nach einer knappen Stunde das Teehaus in der Friedrichstraße an. Unterwegs sahen wir so manches "Kunststückchen" von mutigen (?) Drahteselführern auf eisglatten Wegen ... Im warmen Teehaus angekommen, erzählte uns der Nachtwächter weitere Anekdoten aus seinem (Berufs-)leben, bevor er sich dann mit einem letzten Lied verabschiedete, da er noch eine Runde durch das nächtliche Erlangen mit einer anderen Gruppe zu gehen hatte. Von seiner Zuhörerschaft wurde er mit frenetischem Applaus und herzlichen Dankesworten zu seinem nächsten Rundgang entlassen.
Mit Freude wurde als hinzugekommener Gast Ulla Kölbel von der Schwerhörigenseelsorge in Nürnberg begrüßt. Neben den Grüßen von Herrn Pfarrer Rolf Hörndlein überbrachte sie einige Informationen zu im neuen Jahr von der Seelsorge geplanten Aktivitäten. Da ja Bewegung an der frischen Luft bekanntlich appetitanregend ist, waren alle sehr darüber erfreut, dass nun ein von der Erlanger Selbsthilfegruppe für Schwerhörige und Ertaubte gesponsertes Essen als Abschluss ihres zehnjährigen Jubiläums auf der Tagesordnung stand.
Nachdem aller Hunger und Durst gestillt war, ließ Christa Braun mit einigen Worten nochmals die Aktivitäten der Selbsthilfegruppe Erlangen im sich zum Ende neigenden Jahr Revue passieren und gab einen Ausblick für das Jahr 2011.
Einstimmig wurde der Abend als sehr gelungen gelobt. Mit den besten Wünschen für das bevorstehende Weihnachtsfest und das neue Jahr begaben wir uns dann auf den Nachhauseweg.
5. Februar 2011: CI-Workshop in München
Anni Reinmann schrieb dazu freundlicherweise einen kurzen Bericht:
"Das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München hatte Selbsthilfegruppen aus ganz Bayern eingeladen. Für die Erlanger Gruppe nahmen Renate Mader und Anni Reinmann teil (beide sind CI-Trägerinnen).
Zunächst hat sich das CI-Team des Klinikums vorgestellt. Schwerpunkt des Workshops war die Technik und das praktische Training mit unterschiedlichen CI-Systemen (MED-El, Cochlear, Advanced Bionics). Die Münchner Klinik bietet diese drei Marken bei einer CI-Operation an.
Die Themen waren:
- Indikation von Hörimplantatsystemen
- Nachsorge (Prozessoreinstellung & Hörtraining)
- Vorstellung von Forschungsprojekten am Hörimplantat-Zentrum
Sinn der Sache war auch, dass wir in unseren Selbsthilfegruppen gut über Hörimplantate Auskunft geben können.
Mit einem gemeinsamen Abendessen mit den Ärzten und Forschern wurde die interessante Veranstaltung beendet."
8. Februar 2011: Test der Induktionsanlage in der Stadtbibliothek
In der Stadtbibliothek Erlangen hat es am 8. Februar eine "Kriminacht" gegeben. Freundlicherweise hatte sich die Leiterin der Stadtbibliothek bereiterklärt, dass wir vorher die im Innenhof vorhandene Induktionsschleife testen konnten. Es sollte dabei weniger um das Funktionieren an sich, sondern um die Reichweite in Innenhof gehen (Irmgard hatte bei der Einweihung schon festgestellt, dass die Anlage funktioniert, aber nur in der hinteren Reihe gesessen).
Michelle Bayerschmidt, Herbert Hirschfelder, Irmgard Kühne, Annemarie Kuhnert und Anni Reinmann trafen sich zum Testen vor Ort. Leider verlief der Test negativ, es war über auf Induktion geschaltete Hörgeräte kein Ton zu vernehmen. Anscheinend war der Verstärker defekt. Die Stadtbibliothek bemüht sich den Defekt zu beheben und lädt uns dann zu einem erneuten Test ein.
14. Februar 2011, 11 Uhr: Test der Induktionsanlage im Ratssaal
Im Rathaus von Erlangen wurde beim Umbau des Ratssaals eine Induktionsschleife installiert, die sich beim Test durch Hörgeräteträger unserer Gruppe als verbesserungsbedürftig (da viel zu leise) herausstellte. Im Januar hat sich eine Firma um Verbesserung gekümmert. Am 14. 2. um 11 Uhr hatten wir Gelegenheit zu testen, wie gut die Anlage nun geworden ist, und konnten feststellen: die Verständigung über die Induktionsschleife funktioniert nun bedeutend besser (nicht nur im Zuhörerbereich)!
Im Gespräch mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt, Herrn Grützner, ergab sich dann u.a., dass die Induktionsschleife im Markgrafentheater kürzlich repariert worden ist - sie wird wohl das Ziel unseres nächsten Testes sein.
15. Februar 2011, 19.30 Uhr: Vortrag über Lubefu (DR Kongo) im Gemeinderaum, Neustädter Kirchenplatz 7
Das Thema des Vortrags hatte nichts mit Hörbehinderung zu tun (es ging um die vom Partnerschaftsverein Lubefu e.V. unterstützten Projekte im Kongo) - außer dass die Referentin hörbehindert war, und dass für hörbehinderte Teilnehmer eine FM-Anlage zur Verfügung stand. Ein halbes Dutzend Teilnehmer unserer Gruppe nutzten die Gelegenheit, an einer hörbehindertengerechten und interessanten Veranstaltung teilnehmen zu können.

19. Februar 2011, 14.30 Uhr: Hörbehindertengerechte Führung durch die Ausstellung "Kindheit und Jugend im Wandel" Faltblatt zur Ausstellung (pdf, ca. 4 MB)
Führerin war Christine Müller, die uns bereits 2008 kenntnisreich und gut verständlich durch die Wilhelm-Busch-Ausstellung geführt hatte. Sie hatte keine Berührungsängste mit dem Mikrofon der FM-Anlage und erklärte oder machte aufmerksam auf Vieles, das bei einem Besuch der Ausstellung sonst entgangen wäre.


24. Februar 2011, 11 Uhr: Gespräch mit der Geschäftsführerin der VHS Erlangen
Die Volkshochschule (VHS) der Stadt Erlangen möchte ihr Angebot für Hörbehinderte ausweiten. Herbert Hirschfelder, Irmgard Kühne und Anni Reinmann waren von unserer Seite aus bei dem Gespräch dabei, die VHS war vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Brigitte Hofmann und den Medienwart der VHS, Herrn Günter Wolf.
Im Gespräch ergab sich dann u.a., dass die FM-Anlage für diesen Zweck nicht sonderlich brauchbar ist (der Dozent müsste vor dem Vortrag Empfänger und Teleschlingen austeilen, ggf. noch technische Beratung leisten und auf die vollständige Rückgabe achten); zudem ist die Akzeptanz des für Alle sichtbaren FM-Empfängers zweifelhaft. Die VHS will nun eine Induktionsschleife im großen Vortragssaal legen lassen (Datum der Verwirklichung noch offen). Wir würden uns freuen, wenn die VHS auf diese Weise zu einer besseren Teilhabe der Schwerhörigen an ihrem Programm beitragen kann.
25.-27. Februar 2011: Selbsthilfegruppen-Leiter-Seminar der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft (DCIG)
Anni Reinmann nahm für die Erlanger Gruppe die Reise nach Hannover auf sich. Sie berichtet darüber (Danke, Anni!):
"Die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e. V. hatte von 25.-28.Februar 2011 zum elften male alle Leiter der Selbsthilfegruppen des Dachverbandes zum Seminar eingeladen. Tagungsort war das Stephansstift in Hannover, ein Zentrum für Erwachsenenbildung.
Teilnehmer aus dem fränkischen Raum waren dabei: Braun Adelheid, Coburg; Maier Irmhilde, Bamberg; Reinmann Anni, Erlangen; Gamberoni Margit, Bamberg.
Frau Gamberoni war auch eine der ReferentInnen, ihr interessanter Beitrag lautete: Bamberg, eine Stadt auf dem Weg zur Induktionshochburg.
Weiterhin waren noch mehrere Themen von Fachkräften vorgetragen worden, zum Beispiel:
- Hilfe zur Selbsthilfe
- Wie machen wir unsere Anliegen öffentlich
- Profession und Selbsthilfe, Herausforderung und Chance.
Es bestand die Möglichkeit mit anderen Teilnehmern Erfahrungen und Informationen auszutauschen und weiterzugeben. Die meisten Selbsthilfegruppen zeigten sich sehr aktiv und engagiert was dazu beiträgt, auch selber motiviert zu sein, um mehr bewirken zu können."

3. März 2011: Zu Gast bei uns: Frau Helga Steeger (Stadträtin, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt)
Bei unserem Gruppentreffen im März konnten wir Frau Helga Steeger (Stadträtin, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt) als Gast begrüßen. Sie erzählte informativ von ihrer Arbeit und gab uns als Anregung unter anderem, auch die Leiterin der Volkshochschule einmal zu uns einzuladen.
9. März 2011: Erneuter Test der Induktionsanlage in der Stadtbibliothek
Am 8. Februar war der Test der Induktionsanlage im Innenhof der Stadtbibliothek Erlangen negativ verlaufen. Die Bibliotheksleiterin lud uns für den 8. März zu einem erneuten Test der Induktionsanlage ein.
Diesmal verlief der von Herrn Dietzmann geleitete Test erfolgreich, sowohl im Innenhof als auch im "Bürgersaal". Allerdings ist die Induktionsschleife mit der jeweiligen Lautsprecheranlage verknüpft und kann daher z.B. nicht separat in der Lautstärke eingestellt werden.
Irmgard Kühne war dann später Testerin "live" beim Jubiläum des Hausfrauenbundes. Als Manko erwies sich dann aber nicht die mit den Lautsprechern verknüpfte Regelung, sondern dass nach Begrüßung und Grußworten beim Vortrag mit Beamer dann ein ganz anderes Mikrofon (warum nur?) ohne Anschluss an die Induktionsanlage verwendet wurde.
Es wäre schön wenn die Stadtbibliothek in Zukunft entsprechende Veranstaltungen mit "Für Hörgeräteträger Induktionsanlage vorhanden" o. ä. ankündigt, um das Angebot bekannter zu machen.

15. März 2011: Beginn des Kurses "Englisch für schwerhörige Menschen" des Bildungszentrum Stadt Nürnberg (BZ)
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, Englischkenntnisse aufzufrischen und zu vertiefen. Dabei liegt der Schwerpunkt in der praktischen Anwendung der Sprache. Die Grammatik dient lediglich als Unterstützung. Der schwerhörigengerechte Unterricht beinhaltet bei Bedarf den Einsatz des Fingeralphabets und berücksichtigt das sprachspezifische Mundbild. Eine Induktionsanlage kann genutzt werden. -
10 Einheiten, Dienstag, 15.03.2011 bis Dienstag, 31.05.2011, jeweils 17 Uhr (Egidienplatz 33, Nürnberg)
Kursgebühr EUR 48,00 - Anmeldung (auch bei laufendem Kurs noch Plätze frei).
Für Anfänger/-innen ohne Englischkenntnisse nicht geeignet!
Wir würden uns freuen, wenn die VHS Erlangen ein ähnliches Angebot für schwerhörige Menschen machen könnte!
18. März 2011: Jahresempfang des Seniorenbeirats der Stadt Erlangen
Christa Braun, Irmgard Kühne und Herbert Hirschfelder vertraten unsere Gruppe beim Jahresempfang des Seniorenbeirats im großen Rathaussaal. Für unsere Gruppe wurden (absehfreundlich!) Plätze in der Nähe des Rednerpultes reserviert - während des Empfangs stellte es sich dann heraus, dass dies eine Platzierung im Loch der Induktionsanlage des Ratssaals war ... (nächstes Mal sind wir schlauer). Der interessante Vortrag von Herrn Prof. Kaiser "Weg mit den Alten?!" war für uns daher leider nur rudimentär verständlich. Auf Anfrage war Herr Prof. Kaiser so freundlich, uns den Vortrag als pdf-Datei zum privaten Gebrauch zur Verfügung zu stellen. Interessenten wenden sich bitte an den Homepage-Betreuer. Das Grußwort des Oberbürgermeisters ist hier (pdf) nachzulesen.

9. April 2011: Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Bayern der Schwerhörigen und Ertaubten in Karlstadt
Christa Braun und Irmgard Kühne vertraten unsere Gruppe, die Mitglied im Landesverband ist.
20. April 2011: Anfrage beim Markgrafentheater wegen der Induktionsanlage
Vom Markgrafentheater erhielten wir im März Nachricht, dass die Reparatur der Induktionsanlage demnächst abgeschlossen ist.
Von Herrn Jaggo von der ausführenden Firma Jaggo Media erhielten wir dazu folgende technische Information:
"Nur das Parkett ist versorgt.
Beim Theater ist anzumerken, dass bei Schauspiel (die Schauspieler tragen keine Mikrofone bei sich) die Schallübertragung über 4 Stück spezielle Richtmikrofone, welche sich im Bühnenbereich befinden, in die Höranlage eingespeist wird. Dies ist eine große Hilfe beim Verstehen, allerdings ist die Übertragung nicht so direkt und klar, als wenn direkt mit geringen Abstand in ein Mikrofon gesprochen wird."
Am 20. April schrieben wir daher an das Theater:
"(...) Gerne würden die Mitglieder der Selbsthilfegruppe für Schwerhörige Erlangen die Anlage testen. Gibt es die Möglichkeit, bei einer Vorstellung (evtl. Generalprobe?) uns mit Freikarten zu versorgen, damit wir einen Praxistest von möglichst vielen verschiedenen Plätzen aus durchführen können? Das wäre doch realitätsnäher als wenn nur eine Person auf der Bühne in den sonst leeren Saal spricht. (...)"
24. April 2011: Erstes Arbeitreffen der Selbsthilfegruppe
Jahrelang kamen nur die SprecherInnen der Selbsthilfegruppe bei Bedarf zusammen, um anstehende Termine, Planungen, ... zu besprechen (das hatte auch den Effekt, dass anstehende Aufgaben fast stets in diesem Kreis hängenblieben). Nun wurde erstmals zu einem für alle Interessierten der Gruppe offenen Arbeitstreffen eingeladen. Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) Erlangen hat dafür freundlicherweise Räumlichkeiten in der Luitpoldstr. 42 zur Verfügung gestellt. Das Arbeitstreffen fand Anklang bei den aktiven Teilnemern der Selbsthilfegruppe und soll in Zukunft monatlich (in der Regel am vorletzten Donnerstag im Monat) stattfinden.
5. Mai 2011: Sammlung für Anastasia aus Moldawien
Uns erreichte ein Spendenaufruf zur Unterstützung der zweijährigen Anastasia aus Moldawien, die ein zweites CI benötigt, damit der noch intakte Hörnerv des zweiten Ohres trainiert werden kann. Bei unserem Gruppentreffen am 5. Mai kamen dazu bei einer spontanen Sammlung 100.- Euro zusammen, die auf das Konto des Lions Förderverein Dinkelsbühl überwiesen wurden.
10. Mai 2011: Test der Induktionsanlagen in den neuen medizinischen Hörsälen
Der Hörtag am 28. Mai wird im neuen großen medizinischen Hörsaal stattfinden. Die dort eingebaute Induktionsanlage erwies sich beim Test durch Teilnehmer unserer Gruppe als viel zu schwach, um brauchbar zu sein. Eine Nachbesserung wurde in Aussicht gestellt.
17. Mai 2011: Zweiter Test der Induktionsanlagen in den neuen medizinischen Hörsälen
Bei einem zweiten Test durch Teilnehmer unserer Gruppe konnten wir für die dort eingebauten Induktionsanlagen als stark verbessert den Daumen heben.
Positiv wurde vermerkt, dass die Induktionsanlagen am jeweiligen Eingangsbereich mit einem Plakat deutlich ausgeschildert sind. Auch die einschlägigen Sitzreihen sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet.

27. Mai 2011: Letzte Vorbereitungen für den Erlanger Hörtag
Bereits am Vorabend des Hörtags war unser Infostand mit Poster und Infomaterial gut bestückt und damit "fit" für den Hörtag.

28. Mai 2011: "Hörtag" in Erlangen Einladungsflyer (pdf, ca. 1,4 MB)
Wir waren mit einem Infostand vertreten.
Der Hörtag 2011 war noch eine Nummer größer als der erste in Erlangen (2008). Das betraf sowohl die Anzahl der Teilnehmer als auch die der Infostände. Die räumlichen Verhältnisse waren im neuen medizinischen Hörsaal am Ulmenweg ebenfalls eine Verbesserung. Positiv fiel u.a. auf, dass die Hinweisschilder mit den Nummern der Bankreihen, bei denen die Induktionsschleife gut hörbar ist, noch schnell an die Realität angepasst wurden.
Ein prominenter (und viel fotografierter) Gast war dabei der frühere bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der das einführende Referat über die "Bedeutung guten Hörens in der Gesellschaft" hielt und sich offen zu seinem 2010 implantierten CI bekannte. Während des "Gesundheitsgespräches" antwortete er auf die Frage, ob vermindertes Hören mit verminderter Intelligenz eingeschätzt wird: "Das glaube ich in der Tat. Schlechtes Sehen: die Brille als Zeichen der Intelligenz, manche Politiker hatten Brillen mit Fensterglas, um Intelligenz zu zeigen. Aber es ist natürlich Blödsinn, dass mangelndes Hören mit mangelnder Intelligenz gleichzusetzen ist. Wenn man älter wird, gehen die Härchen im Ohr genauso weg wie die Haare auf meinem Kopf. ..."
Die Fachvorträge wurden über einen Beamer auf eine Leinwand illustriert und auch über eine Schriftdolmetscherin (Inci Döger) simultan zum Mitlesen begleitet. Sie behandelten die Themen "Das Versorgungskonzept für Hörgeschädigte an der HNO-Klinik Erlangen" (Prof. Heinrich Iro), "Hörverbessernde Chirurgie" (PD Dr. Joachim Hornung) und "High-Tech für bessere Lebensqualität: Hörgeräte und Cochlea-Implantate" (Prof. Ulrich Hoppe); die Moderation lag in den Händen von Frau Dr. Marianne Koch.
Auch die anschließende interessante Live-Übertragung "Das Gesundheitsgespräch" auf Bayern 2 zum Thema Cochlea-Implantat mit Dr. Marianne Koch und Werner Buchberger wurde von der Schriftdolmetscherin begleitet. TeilnehmerInnen des Gesundheitsgesprächs waren neben den zwei medizinischen Experten (Prof. Heinrich Iro und Ulrich Hoppe) auch zwei Betroffene, Margit Gamberoni und Dr. Günther Beckstein (beide CI-Träger).
Für die Teilnehmer der Erlanger Selbsthilfegruppe war der Hörtag (neben den interessanten Vorträgen) eine gute Gelegenheit, um neue Kontakte knüpfen (und ältere auffrischen) zu können.
Im Internet ist ein Bericht über den Hörtag aus Sicht der HNO-Klinik Erlangen zu finden (das zugehörige Bild in Druckqualität hat einen Extra-Link).
Unser Bericht ist auch auf der Homepage des Bayerischen CI-Verbandes zu finden.



1. Juni 2011: Test der Induktionsanlagen im Stadtteilhaus Röthelheimpark
Das Stadtteilhaus Röthelheimpark (ehemals "Easthouse", Jugendklub der Amerikaner) wurde 2010 neu gebaut und nach den Vorgaben der Barrierefreiheit und DIN-Normen (Aufzug, Behindertentoilette und induktive Höranlage) gestaltet. Letztere konnte durch Vermittlung des Behindertenbeaufragten der Stadt, Herrn Grützner, nun durch uns getestet werden.
Es gibt im Mehrzwecksaal (Raum 0017, Erdgeschoss) des Stadtteilhauses (das nun nicht mehr auf die Jugend beschränkt ist) eine Induktionsschleife. Hier verlief der Test entgegengesetzt zum neuen medizinischen Hörsaal (s. bei 10. Mai), denn hier war die Anlage zu laut und übersteuert. Auch hier wird die installierende Firma eine Nachbesserung vornehmen müssen, wie uns zugesagt wurde.

3./4. Juni 2011 in Warburg: Schwerhörigen-Selbsthilfe trifft Schwerhörigen-Sport: Herbert Hirschfelder bei den Schwerhörigenmeisterschaften im Tischtennis überraschend erfolgreich.
Herbert Hirschfelder (der für die HFS Franken startete) wurde Titelträger im Herreneinzel bei den Deutschen Meisterschaften im Tischtennis des Deutschen Schwerhörigen-Sport-Verbandes (DSSV). Das Glück war ihm hold, denn sowohl im Halbfinale gegen den Lokalmatador Harald Schön als auch im Endspiel gegen Vorjahresmeister Klaus Gütschow (Hamburg) konnte er sich nur mit knappen Satzergebnissen durchsetzen. Die Selbsthilfegruppe wird davon profitieren, denn deswegen gibt es nun beim Grillfest am 13. August die Getränke frei!
Auf der Homepage des BTTV findet sich ein Bericht dazu; die Erlanger Kreishompage gibt einen Bericht aus Erlanger Sicht. Auch die Erlanger Nachrichten berichteten am 17. 6. kurz im Lokalteil mit der Überschrift Hirschfelder im Glück (worauf es sich Sozialbürgermeisterin Elisabeth Preuß sich nicht nehmen ließ, ihm bei einer Begegnung auf offener Straße zu gratulieren).

18. Juni 2011: Besuch des "Deafmuseums"
Die Nürnberger Selbsthilfegruppe Öhrli-Treff organisierte am den 18. 6. einen Ausflug nach Fankfurt zum Museum der Geschichte der Gehörlosen und Schwerhörigen.
Infos zum Museum sind im Internet zu finden unter http://www.deafmuseum.de/museum.html
Die Anfahrt erfolgte mit Gruppenreise per Bahn. Der Besuch war auch für Interessierte der Erlanger Selbsthilfegruppe möglich; etliche Teilnehmer unserer Gruppe nutzten die Gelegenheit, das Museum und einen "Hauch von Frankfurt" (d.h. Stadtführung durch Sabine Meier) kennenzulernen.
Christa Braun schrieb dazu folgenden Bericht:
Die Erlanger Teilnehmer trafen in Fürth auf die Nürnberger Gruppe (insgesamt 16 Personen).
Die FM-Anlage hat gute Dienste geleistet. Allerdings war der Zug auf der Hinfahrt zu laut; auf der Rückfahrt konnte sie gut eingesetzt werden.
Sabine gab Infos über Frankfurt (wo sie einige Jahre lebte) und den Ablauf des Tages.
Es gab lange Diskussionen, ob unser "Schönes Wochenende-Ticket" auch für die U-Bahn und S-Bahn gilt (galt nur für S-Bahn). An der Touristik-Information lösten wir dann ein Gruppen-Tagesticket für fünf Personen (Schwerbehinderte mit GL im Ausweis hatten freie Fahrt). Gut ausgeschildert war hier eine Höranlage für Schwerhörige, und sie funktionierte auch einwandfrei.
Mit der U-Bahn fuhren wir zum Museum, eine liebevoll zusammengetragene Ausstellung von den Anfängen bis zur Gegenwart: in Vitrinen mit den diversen Hörhilfen aus den Epochen; Video-Filme zeigten die Verfolgung in der Nazi-Zeit mit der ganzen Tragik.
Zu Fuß ging es dann zum Marktplatz mit dem Rathaus und wunderschönen Fachwerkhäusern. Das Mittagessen hatten wir in der Galeria, dazu wurde ein Gruppenfoto auf der Dachterrasse mit Aussicht auf die Stadt gemacht.
Durch die Fußgängerzone ging es in ein riesiges großes Kaufhaus. Über viele kleine und große, lange Rolltreppen ging es bis unters Glasdach, das sich kühn über die ganze Fläche wölbt. "Wie kann man das von innen putzen?" war unsere große Frage.
Mit der S-Bahn ging es dann zum Hauptbahnhof und mit direktem Zug ohne umzusteigen zurück nach Fürth / Erlangen bzw. Nürnberg. Sabine bat auf der Rückfahrt mit der FM-Anlage um ein Feedback von allen Teilnehmern.


6. Juli 2011: Verzeichnis der Induktionsanlagen in Erlangen und im Landkreis Erlangen-Höchstadt überarbeitet
Die uns bekannten Induktionsanlagen in Erlangen und im Landkreis können sie hier als Datei (pdf), Stand 6. 7. 2011 ansehen bzw. ausdrucken.
Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass nicht alle Anlagen in letzter Zeit auf ihr Funktionieren getestet wurden. Es ist damit zu rechnen, dass ältere Anlagen nicht mehr gewartet und (statt zu repariert) abgeschaltet wurden.
Ergänzungen und Korrekturen bitte per Mail an den Homepage-Betreuer.
7. Juli: Herr Professor Ulrich Hoppe von der HNO-Klinik bzw. vom CI-Centrum Erlangen (CICERO) bei uns zu Gast.
Professor Hoppe (mittlerweile auch 1. Vorsitzender des im Mai 2011 gegründeten Vereins "Hören schenken e. V." zur Förderung schwerhöriger, ertaubter und gehörloser Patienten) berichtete ausführlich über das Projekt "Hilfe für Anastasia". Anastasia stammt aus Moldawien, dem ärmsten Land Europas. In ihrem Heimatland bietet die Infrastruktur keine Unterstützung taub geborener Kinder.
Anastasias Großeltern leben in Dinkelsbühl und haben sich um Hilfe für ihre Enkeltochter bemüht. Eine erste CI-Operation konnte mit Hilfe der Katharina-Witt-Stiftung durchgeführt werden und war erfolgreich, Anastasia macht immer neue Entdeckungen (Geräusche) mit ihrem CI, das sie gerne trägt. Ein zweites CI soll ihr ein noch besseres Hörvermögen und damit auch eine bessere Sprachentwicklung geben. Dazu wird eine (von der HNO-Klinik Erlangen unterstützte) Spendenaktion durchgeführt (s. auch bei 5. Mai), der wir Erfolg wünschen.
Daneben ergaben sich mehrere Gesprächsthemen, denen sich Professor Hoppe bereitwillig stellte. Unter anderem ergab sich dabei, dass der Hörsaal in der HNO-Klinik seit einiger Zeit mit einer Induktionsanlage versehen ist, die aber noch nicht getestet wurde - wir kommen gerne ...

16. Juli 2011: "Aktionstag der Behinderten" in Erlangen
Bei diesem im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Aktionstag des Forum "Behinderte Menschen in Erlangen" waren wir auch heuer mit einem Infostand vertreten.
Der Aktionstag fand auf dem Erlanger Schlossplatz von 10 bis 14 Uhr statt; unser Infostand war an der Südwestecke (zum Hugenottenplatz zu) untergebracht. "Hingucker" war dabei ein von der HNO-Klinik freundlicherweise zur Verfügung gestelltes Ohr-Modell. Fünf TeilnehmerInnen aus der SHG wechselten sich am Stand ab, um mit Interessenten zu sprechen oder sie mit dem reichlich ausliegenden Informationsmaterial zu versorgen. Ein prominenter Gast war dabei Frau Bürgermeisterin Frau Dr. Elisabeth Preuß, die es sich trotz zahlreicher anderer Verpflichtungen an diesem Tag nicht nehmen ließ, bei uns vorbeizuschauen. Ein weiterer prominenter Gast war die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Irmgard Badura (selbst stark sehbehindert), die sich an unserem Stand über die Situation der Hörbehinderten in Erlangen informierte.

22. Juli 2011: Erstaufführung von "Das Paradies ist anders - ein Dokumentarfilm von Andershörenden" Einladungsflyer
Die Erstaufführung des (ersten in Deutschland produzierten) Dokumentarfilms über Schwerhörigkeit fand im Nürnberger Filmhauskino (Königstr. 93, Nähe Hauptbahnhof) statt. Ab 17 Uhr konnte man sich mit alten und neuen Bekannten austauschen, die auch auf die Vorführung warteten. Der Film selbst wurde gegen 17:30 Uhr im gut gefüllten Kinosaal gezeigt und dauerte 21 Minuten. (Er war natürlich untertitelt.) Danach stellte sich das Filmteam den Fragen aus dem Publikum. Fragen und Antworten wurden über die Schriftdolmetscherin auch optisch sichtbar gemacht. MdB Günter Gloser (selbst Hörgeräteträger) ließ es sich nicht nehmen, den Film als wichtig für Aufklärung über Schwerhörigkeit herauszustellen. Anschließend konnte man noch bei Sekt, Selters und Knabberzeug verweilen.
Der Film entstand auf Anregung der Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (Federführung: Ursula Kölbel). Planung und Ausführung wurden durch ein Team von Normal- und Schwerhörigen (insgesamt also eine Gruppe "Andershörenden") durchgeführt bzw. begleitet; unter anderem war Herbert Hirschfelder aus unserer Gruppe ständig beteiligt. Der Film dauert 21 Minuten und ist zur Aufklärung über Schwerhörigkeit z.B. an Schulen gedacht, richtet sich also nicht speziell an die Gruppe der Schwerhörigen selbst. Ab Ende Oktober wird der Film als DVD über die Evangelische Medienzentrale Bayern in Nürnberg erhältlich sein.

30. Juli 2011: Tagesausflug der Erlanger Selbsthilfegruppe nach Kitzingen zur Landesgartenausstellung
(Unter "Veranstaltungskalender" kann man den 30. Juli anwählen um zu sehen, was an dem Tag dort alles geboten wurde)
Die Anreise erfolgte mit der Bahn. Es waren auch Teilnehmer der benachbarten Gruppen Öhrli-Treff (Nürnberg) und Ohr-Ring (Bamberg) dabei.
Das Wetter war gemischt, der Regenschirm leistete zeitweise gute Dienste. Zur Mittagspause konnte man das Gelände der Landesgartenausstellung verlassen und nach dem Mittagessen wieder zurückkehren.
Einen detaillierten Bericht (pdf, 10 KB) hat freundlicherweise Frau Trautner beigesteuert.

13. August: Sommerfest der Erlanger Selbsthilfegruppe auf der Terrasse der "Villa an der Schwabach" (Hindenburgstr. 46 a, 91054 Erlangen).
Es war nicht (wie gewohnt) ein Grillfest, weil an der Villa an der Schwabach kein Grill zur Verfügung stand. Die Küche der Villa war aber gut ausgestattet. Ein reichhaltiges, von vielen Händen gestaltetes bzw. gespendetes Buffet ersetzte den Grill, und der Kühlschrank leistete gute Dienste für die empfindlichen Speisen und die (gestifteten) Getränke.
Der neue Pate unserer Gruppe, Jochen Müller, musste leider kurzfristig wegen Krankheit absagen. Wir suchen nun nach einem anderen Termin, bei dem er unsere Gruppe kennenlernen und umgekehrt von sich und seiner Arbeit erzählen kann. Die 15 TeilnehmerInnen genossen das Sommerfest auch ohne ihn bei Kaffee, Buffet und Gesprächen.
Das Sommerfest begann mit einer Tasse Kaffe bei bedecktem Himmel und endete nach der Plünderung des Buffets bei Sonnenschein mit Gesprächen auf der Terrasse.
Da das (bei den Grillfesten der letzten Jahren genutzte) Gebäude des Bürgertreffs "Die Villa" momentan saniert wurde und uns Küche und sanitäre Anlagen derzeit nur eingeschränkt zur Verfügung gestanden hätten, mussten wir umdisponieren. Das "Ausweichquartier" war eine gute Alternative dazu.


27. August: Induktionsanlage in der Stadtbibliothek nicht in Betrieb
Im Rahmen des 31. Erlanger Poetenfestes fand folgende Veranstaltung statt: "Die Zukunft der Bibliotheken. Ein Gespräch über die Bücher und ihre Orte. Wilfried F. Schoeller im Gespräch mit Elisabeth Niggemann. Samstag, 27.08.2011, 13:30 Uhr, Stadtbibliothek, Bürgersaal, Eintritt frei!"
Hoffnungsvoll machte sich aus unserer Gruppe Sprecher Herbert Hirschfelder auf den Weg dorthin, denn wir hatten ja im März die Induktionsanlage im "Bürgersaal" erfolgreich getestet. Die Enttäuschung war groß, als sich herausstellte, dass über die Induktionsanlage kein Pieps zu vernehmen war. Er berichtet dazu:
"Als ich etwas zehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn kam, war der Raum schon fast vollständig besetzt und ich fand nur noch einen Platz in den hinteren Reihen. Da ich wusste, dass der Raum eine funktionierende Induktionsanlage hat, und zwei Mikrofone aufgestellt waren, dachte ich: Gut, hier kann ich induktiv mithören.
Als die Leiterin der Stadtbibliothek, Frau Grimmer, die Begrüßung ohne Mikrofon hielt, machte ich mir noch keine Sorgen. Als aber Herr Schoeller begann, ins Mikrofon zu reden, war über die Telefonspule kein Ton zu vernehmen.
Spontan wollte ich einfach wieder gehen. Nach kurzer Überlegung fasste ich aber meinen Mut zusammen und schlängelte mich zur ersten Reihe durch, wo die Leiterin der Stadtbibliothek saß. Ich fragte sie leise, ob die Induktionsanlage denn eingeschaltet wäre. Sie ging dann zum Tontechniker, der am Eingang an einem Mischpult saß, und kam zurück mit der Information, dass diesmal eine Tonanlage des Rundfunks aufgebaut sei, die keine Schnittstelle zur Induktionsanlage hat.
Ich erwiderte Frau Grimmer, dass unter diesen Umständen die Veranstaltung für mich nicht sinnvoll ist und verließ dann den Raum quer über die vorderen Reihen (das war der kürzeste Weg, ohne Gedränge zu verursachen).
Frau Grimmer schrieb ich tags darauf folgenden Brief:
Sehr geehrte Frau Grimmer,
am 9. März hatte ich mit anderen Teilnehmern der Selbsthilfegruppe für Schwerhörige in Erlangen Gelegenheit, die Induktionsschleifen im Innenhof der Stadtbibliothek und im Bürgersaal zu testen, und sie haben zu unserer Zufriedenheit funktioniert. Das hat uns gefreut!
Um so enttäuschter war ich, als gestern bei der anscheinend einzigen hörbehindertengerechten Veranstaltung des 31. Erlanger Poetenfestes im Bügersaal der Stadtbibliothek die Induktionsschleife nicht funktioniert hat, weil sie schlicht nicht mit der verwendeten Tonanlage verbunden war. Integration oder gar Inklusion Hörbehinderter stelle ich mir anders vor.
Darf ich bei der Gelegenheit feststellen, dass die Stadtbibliothek seit der Rückkehr in das Stutterheimsche Palais sehr viel besser behindertengerecht ausgestattet ist als vorher, mit diesem Pfund aber nicht so recht zu wuchern weiss. Auf der Homepage der Stadtbibliothek sind unter "Angebot und Service" lediglich für Blinde und Sehbehinderte Angebote zu finden. Hinweise für Rollstuhlfahrer auf den rollstuhlgerechten Eingang von der Hauptstrasse aus fehlen ebenso wie ein Hinweis auf die Behindertentoilette. Beide sind auch nicht mit den entsprechenden Symbolen gekennzeichnet. Auch Hinweise auf spezielle Angebote für Hörbehinderte sucht man vergeblich, obwohl die Stadtbibliothek Entsprechendes zu bieten hat, nämlich zum einen DVDs mit Untertitel für Hörgeschädigte, und zum anderen die Induktionsanlagen im Innenhof und im Bürgersaal.
Für letztere möchte ich anregen, dass die Stadtbibliothek in Zukunft entsprechende Veranstaltungen mit "Für Hörgeräteträger Induktionsanlage vorhanden" o. ä. ankündigt, um das Angebot besser bekannt zu machen. Bisher kennen ja nur die Insider der Selbsthilfegruppe dieses Angebot.
Dann müsste aber auch sichergestellt sein, dass bei der Veranstaltung tatsächlich das mit der Induktionsschleife verbundene Mikrofon ständig genutzt wird. Auch müsste bei Veranstaltungen mit externen Verstärkeranlagen die Veranstalter auf die Induktionsanlage hingewiesen und nach Möglichkeit beide gekoppelt werden. Sollte die Induktionsanlage trotzdem nicht genutzt werden können, wäre ein entsprechender Hinweis sinnvoll.
Ich erlaube mir, den Entwurf für ein Hinweisschild beizulegen, wie es am Eingang zu einer Veranstaltung im Innenhof oder Bürgersaal angebracht werden könnte. Umgekehrt kann dieses Hinweisschild rot mit Klebeband o.ä. durchstrichen werden, sollte die Induktionsanlage bei der Veranstaltung doch nicht genutzt werden können. Den Entwurf kann ich Ihnen gerne als pdf-Datei zugehen lassen.
Mit freundlichen Grüßen ..."
